Benefizkonzert – Ein Abend voller Musikgenuß

Am 14. Dezember konnte man in der Friedenskirche Potsdam ein Klassikvergnügen der besonderen Art genießen. Bereits zum fünfundzwanzigsten Mal lud die Stiftung „Hilfe für Familien in Not“ zum traditionellen Benefizkonzert ein.

Vor mehr als 340 Gästen erklang unter der Leitung von Generalmusikdirektor Jörg-Peter Weigle ein temperamentvolles Programm mit Werken der österreichischen Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Haydn und sowie des russisch-deutschen Komponisten Alfred Schnittke.

Einer schönen Anekdote zufolge soll Joseph Haydn mit der Komposition und Aufführung der „Abschieds-Sinfonie“, in der am Ende nach und nach die Musiker von der Bühne abgehen, seinem fürstlichen Dienstherren zu verstehen gegeben haben, dass seine Musiker nach einem sehr langen und aufreibenden Sommer auf Schloss Esterházy wieder zu ihren Familien in Eisenstadt zurückkehren wollten. Der Fürst verstand Haydns Wink mit dem musikalischen Zaunpfahl sowie dessen Fürsorge zu seinen Musikern. Die verstanden und  verstehen sich seit jeher als eine große Familie. Nicht von ungefähr sahen Mozart und Beethoven in ihrem Mentor auch den „Papa Haydn“ und noch zweihundert Jahre später spürte der deutsch-russische Komponist Alfred Schnittke den familiären musikalischen Banden zu seinen großen Vorgängern nach und huldigte ihnen in „Moz-Art“ und „Moz-Art à la Haydn“ auf originelle Weise. Von daher lag es für Generalmusikdirektor Jörg-Peter Weigle und das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt nahe, das Publikum des diesjährigen Benefizkonzertes mit einem zwei Jahrhunderte überspannenden ‚interfamiliären‘ Musikprogramm zu erfreuen.

Das Benefizkonzert gilt als Dankeschön für die oft schon jahrelange Unterstützung der Spenderinnen und Spender. Auch in diesem Jahr hat die Stiftung ein hervorragendes Spendenergebnis erzielt.

Im Anschluß an das Konzert lud der Ministerpräsident des Landes Brandenburg die Gäste zu einem Empfang in den Friedenssälen der Friedenskirchengemeinde ein.


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