Stiftung des Landes Brandenburg
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Wie kriegen wir´s am besten hin?

Als er hörte, dass seine Kinder im Heim sind, war Olaf Meyer entsetzt. Die beiden Brüder, der 13jährige Jan und der 8jährige Jens, waren oft samstags zu ihm gekommen, seit er von seiner Frau getrennt lebte. Dass es bei Ihr nicht gerade sehr ordentlich war, wusste er seit langem. Nun aber hatte das Jugendamt eingegriffen.

„Es musste sie wegen Verwahrlosung von einem Tag auf den anderen dort rausholen.“ Nach einer Anhörung der beiden Jungen war schnell klar: „Sie wollten zu ihrem Papa. Sie wollten zu mir.“ Der gelernte Forstwirt entschied sofort: Seine Kinder sollten auf keinen Fall im Heim bleiben. Seit der Trennung von seiner Frau lebte er in Rathenow in einer bescheidenen
Einraumwohnung. Dort gab es für Jan und Jens keinen Platz. Eine neue Wohnung musste gefunden und auch entsprechend eingerichtet werden.

„Ich war auf die Jungs gar nicht vorbereitet.“ In dieser Situation waren es das Jugendamt und der Verein Horizont e.V., ein Träger der freien Jugendhilfe, die Olaf Meyer buchstäblich mit Rat und Tat zur Seite standen. Sozialarbeiter setzten sich mit ihm an einen Tisch und stellten eine Bedarfsliste zusammen. „Und dann überlegten sie mit mir: Wie kanns denn gehen?“ Zuerst suchte der damals 40jährige nach einer bezahlbaren größeren Wohnung. Er fragte bei sämtlichen Wohnungsbaugesellschaften vor Ort nach und fand schließlich zweieinhalb Zimmer in einem Plattenbau mitten im Zentrum der Stadt. „Das Notdürftigste habe ich mir dann erst einmal von Bekannten geholt. Ich hatte ja keinerlei Ersparnisse.“ Ein richtiges Zuhause war so nicht zu schaffen.Vor allem aber fehlte für einen Alltag mit Kindern Lebensnotwendiges: Staubsauger und Waschmaschine beispielsweise. Kein Amt, keine staatliche Hilfestelle war bereit, das zu finanzieren. So stellte der Verein Horizont e.V. einen Antrag bei der Landesstiftung „Hilfe für Familien in Not“. Olaf Meyer erhielt eine umfangreiche Stiftungshilfe für die Einrichtung der Kinderzimmer.

Das Weihnachtsfest 2005 war dann das erste Mal ein Weihnachtsfest zu Dritt.

Olaf Meyer, Rathenow, zwei Kinder

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